Ghasel 305: Zur Rosenzeit schämte ich mich, dem Wein abgeschworen zu haben

به وقت گل شدم از توبهٔ شراب خجل
که کس مباد ز کردار ناصواب خجل

صلاح ما همه دام ره است و من زین بحث
نی‌ام ز شاهد و ساقی به هیچ باب خجل

بود که یار نرنجد ز ما به خلق کریم
که از سؤال ملولیم و از جواب خجل

ز خون که رفت شب دوش از سراچهٔ چشم
شدیم در نظر رهروان خواب خجل

رواست نرگس مست ار فکند سر در پیش
که شد ز شیوهٔ آن چشم پر عتاب خجل

تویی که خوب‌تری ز آفتاب و شکر خدا
که نیستم ز تو در روی آفتاب خجل

حجاب ظلمت از آن بست آب خضر که گشت
ز شعر حافظ و آن طبع همچو آب خجل

Zur Rosenzeit schämte ich mich, dem Wein abgeschworen zu haben;
niemand möge sich eines unrichtigen Tuns schämen müssen.

Unsere Rechtschaffenheit ist ganz und gar eine Falle am Weg, und in dieser Sache
schäme ich mich vor Schöner und Schenke in keiner Weise.

Mag sein, dass der Freund in seiner großmütigen Art uns nicht grollt,
denn wir sind des Fragens müde und schämen uns der Antwort.

Wegen des Blutes, das gestern Nacht aus dem kleinen Haus des Auges floss,
schämten wir uns vor den Wanderern des Schlafs.

Es ist recht, wenn die trunkene Narzisse den Kopf senkt,
denn sie wurde von der Art jenes vorwurfsvollen Auges beschämt.

Du bist es, der schöner ist als die Sonne, und Gott sei Dank
schäme ich mich deiner nicht vor dem Angesicht der Sonne.

Das Wasser Chisers legte den Schleier der Finsternis an, weil es sich
vor den Versen des Hafis und jenem wassergleichen Wesen schämte.

Deutung des Fals

Du bereust eine Entscheidung, die du gegen dein Herz und deine Natur getroffen hast, und schämst dich ihrer. Gespielte Frömmigkeit ist nichts als eine Falle: Sei ehrlich zu dir selbst. Du bist des ständigen Bittens müde: Setz deine Hoffnung auf die Großmut des anderen. Was du gewählt hast, ist so gut, dass es keinen Grund zur Scham gibt: Sprich erhobenen Hauptes davon.