Hafis über: Liebe

160 Ghaselen

  1. Ghasel 3: Wenn jene Türkin aus Schiras mein Herz in ihre Hand nähme,
  2. Ghasel 8: Steh auf, Schenke, und reiche den Becher;
  3. Ghasel 11: Schenke, erleuchte unseren Becher mit dem Licht des Weins;
  4. Ghasel 23: Das Bild deines Gesichts ist auf jedem Weg unser Begleiter;
  5. Ghasel 24: Verlange weder Gehorsam noch Gelübde noch Tugend von mir Trunkenem,
  6. Ghasel 27: Meine Geliebte kam in den Tempel der Magier, einen Becher in der Hand,
  7. Ghasel 28: Beim Leben des Herrn, bei altem Recht und treuem Bund:
  8. Ghasel 30: Deine Locke band tausend Herzen mit einem einzigen Haar;
  9. Ghasel 31: Jene Nacht der Bestimmung, von der die Zurückgezogenen sprechen, ist heute;
  10. Ghasel 34: Die Halle, aus der mein Auge schaut, ist dein Nest;
  11. Ghasel 35: Geh deiner Wege, Prediger; was soll dieses Geschrei?
  12. Ghasel 36: Seit die Spitze deiner Locke in die Hand des Windes fiel,
  13. Ghasel 42: Dir den Zustand meines Herzens zu sagen ist mein Wunsch;
  14. Ghasel 46: Die Rose an der Brust, Wein in der Hand und die Geliebte nach Wunsch:
  15. Ghasel 50: In der Schlinge deiner Locke ist das Herz sein eigener Gefangener;
  16. Ghasel 51: Ein saftiger Rubin, der nach Blut dürstet, ist die Lippe meiner Geliebten,
  17. Ghasel 52: Seit langer Zeit ist die Leidenschaft für die Schönen meine Religion;
  18. Ghasel 55: Die Krümmung deiner Locke ist die Falle für Unglauben und Glauben;
  19. Ghasel 56: Das Herz ist das Zelt seiner Liebe;
  20. Ghasel 57: Jener Dunkelhäutige, bei dem alle Süße der Welt ist,
  21. Ghasel 59: Ich hoffe auf eine Zuneigung von der Seite des Freundes;
  22. Ghasel 60: Jener berühmte Bote, der aus dem Land des Freundes kam,
  23. Ghasel 61: Morgenwind, wenn dein Weg dich ins Land des Freundes führt,
  24. Ghasel 62: Willkommen, Bote der Sehnsüchtigen; gib die Botschaft des Freundes,
  25. Ghasel 67: O Herr, aus wessen Haus ist diese herzerhellende Kerze?
  26. Ghasel 69: Es gibt keinen, der nicht jener doppelten Locke verfallen ist;
  27. Ghasel 72: Der Weg der Liebe ist ein Weg, der kein Ufer hat;
  28. Ghasel 73: Es gibt keinen Blick, der nicht vom Schein deines Gesichts erhellt wäre;
  29. Ghasel 74: Der Ertrag der Werkstatt von Sein und Raum ist nicht so viel;
  30. Ghasel 77: Eine Nachtigall hielt ein schönfarbiges Rosenblatt im Schnabel,
  31. Ghasel 78: Du sahst, dass der Freund nichts als Härte und Unrecht im Sinn hatte;
  32. Ghasel 81: In der Frühe sprach der Vogel der Wiese zur neu erblühten Rose:
  33. Ghasel 89: O Herr, schaffe einen Weg, dass meine Geliebte wohlbehalten
  34. Ghasel 90: O Wiedehopf des Morgenwinds, nach Saba sende ich dich;
  35. Ghasel 92: Mein Herr, wie schön du gehst; von Kopf bis Fuß stürbe ich für dich.
  36. Ghasel 94: Von jener herzerfreuenden Freundin habe ich Dank mit Klage;
  37. Ghasel 97: Du bist es, der auf dem Haupt der Schönen eines Landes wie eine Krone sitzt;
  38. Ghasel 98: Wenn in deinem Bekenntnis das Blut des Liebenden erlaubt ist,
  39. Ghasel 99: Mein Herz ist in der Sehnsucht nach dem Gesicht von Farroch
  40. Ghasel 104: Deine Schönheit sei die Sonne jedes Blicks;
  41. Ghasel 107: Deine Schönheit sei stets im Wachsen;
  42. Ghasel 109: Lange ist es her, dass die Herzliebste eine Botschaft sandte;
  43. Ghasel 110: Im Alter fiel mir die Liebe zu einem jungen Menschen in den Kopf,
  44. Ghasel 113: Gestern Nacht sprach das Veilchen zur Rose und gab ein schönes Zeichen:
  45. Ghasel 116: Wer Schönheit und Flaum des Freundes vor Augen hat,
  46. Ghasel 119: Das Herz, das das Verborgene zeigt und Dschamschids Becher besitzt,
  47. Ghasel 121: Wer immer einen gesammelten Sinn und eine zarte Geliebte hat,
  48. Ghasel 124: Sie, deren Hyazinthenhaar den Moschus in Qual versetzt,
  49. Ghasel 127: Der Mond hat nicht den Glanz deines Gesichts;
  50. Ghasel 131: Komm, denn der Türke des Himmels hat den Tisch des Fastens geplündert;
  51. Ghasel 132: Mit dem klaren Wasser des Weins vollzog ein Erkennender die Waschung,
  52. Ghasel 134: Eine Nachtigall trank ihr Herzblut und gewann eine Rose;
  53. Ghasel 136: Man kann die Hand nicht in den Ring jener doppelten Locke legen;
  54. Ghasel 140: Die Herzensdiebin ging und gab denen, die ihr Herz verloren, keine Nachricht;
  55. Ghasel 146: Zur Zeit der Frühe brachte der Morgenwind einen Duft von der Locke der Freundin;
  56. Ghasel 148: Wenn meine Geliebte den Becher zur Hand nimmt,
  57. Ghasel 149: Mein Herz nimmt keinen Weg als die Liebe zu den Mondgesichtigen;
  58. Ghasel 150: Wenn der Schenke den Wein auf diese Art in den Becher gießt,
  59. Ghasel 152: In der Urewigkeit sprach der Strahl deiner Schönheit vom Erscheinen;
  60. Ghasel 153: In der Frühe, als der König des Ostens sein Banner auf die Berge pflanzte,
  61. Ghasel 156: An Schönheit, Wesen und Treue reicht niemand an unseren Freund heran;
  62. Ghasel 158: Ich und den Wein verleugnen? Was soll das für eine Geschichte sein?
  63. Ghasel 163: Die Rose ohne das Gesicht der Freundin ist nicht schön;
  64. Ghasel 165: Die Liebe zu den Schwarzäugigen geht mir nicht aus dem Kopf;
  65. Ghasel 170: Der zurückgezogene Asket ging gestern Nacht in die Schenke;
  66. Ghasel 176: In der Frühe kam das wache Glück an mein Lager
  67. Ghasel 178: Wer Vertrauter des Herzens wurde, blieb im Heiligtum des Freundes,
  68. Ghasel 179: Die frohe Botschaft kam, dass die Tage des Kummers nicht bleiben werden;
  69. Ghasel 180: O du, deren Pistazienmund über die Rede vom Kandis gelacht hat,
  70. Ghasel 181: Von nun an meine Hand und der Saum jener hohen Zypresse,
  71. Ghasel 184: Gestern Nacht sah ich, wie die Engel an die Tür der Schenke klopften;
  72. Ghasel 192: Warum hat meine wandelnde Zypresse keine Neigung zur Wiese?
  73. Ghasel 193: Über unser Spiel der Blicke staunen die Ahnungslosen;
  74. Ghasel 194: Die Jasminduftenden lassen, wenn sie sich setzen, den Staub des Kummers sinken;
  75. Ghasel 195: Die Kronenträger sind Sklaven deiner trunkenen Narzisse;
  76. Ghasel 197: Wenn die Schönen auf diese Weise weiter Herzen rauben,
  77. Ghasel 212: Gestern in der Frühe waren mir ein, zwei Becher zugefallen,
  78. Ghasel 217: O ihr Muslime, ich hatte einst ein Herz,
  79. Ghasel 223: Nie wird dein Bild von der Tafel meines Herzens und meiner Seele weichen;
  80. Ghasel 236: Wenn jener heilige Vogel durch meine Tür zurückkehrt,
  81. Ghasel 238: Mit der Mondsichel zog die Welt Farbe auf die Braue des Festes;
  82. Ghasel 244: Gefährten, löst den Knoten aus der Locke des Freundes;
  83. Ghasel 250: Zeig dein Gesicht und nimm mir mein eigenes Dasein aus dem Gedächtnis;
  84. Ghasel 253: O du, durch dessen Gesichtsglanz das Tulpenbeet des Lebens froh ist,
  85. Ghasel 262: Wer erzählt wieder vom Zustand derer, denen das Herz blutet?
  86. Ghasel 266: Mein Herz ist zu einer Zigeunergleichen entlaufen, die Aufruhr stiftet,
  87. Ghasel 267: Ostwind, wenn du am Ufer des Flusses Aras vorüberkommst,
  88. Ghasel 271: Ich habe über seine schwarze Locke solche Klagen: Frag nicht.
  89. Ghasel 273: Wenn du ein gütiger Gefährte bist, halte dein Versprechen;
  90. Ghasel 277: Der Nachtigall ganzes Denken ist, dass die Rose ihr Freund wird;
  91. Ghasel 279: Wie schön ist Schiras und seine unvergleichliche Lage!
  92. Ghasel 282: Er raubte mir Ruhe, Kraft und Verstand,
  93. Ghasel 287: O du, dessen ganze Gestalt gefällt und an dem alles lieblich ist,
  94. Ghasel 289: Seine mondgleiche Wange ist der Sammelplatz von Schönheit und Anmut,
  95. Ghasel 295: In der Frühe ging ich, vom Duft des Rosengartens gelockt, eine Weile in den Garten,
  96. Ghasel 302: Sei ein Bote guter Nachricht, o Hauch des Nordens,
  97. Ghasel 303: Ich habe den Hauch der Zuneigung gerochen und den Blitz der Vereinigung gesehen;
  98. Ghasel 306: Wenn mir die Möglichkeit gegeben wird, in deine Gasse zu gelangen,
  99. Ghasel 307: Jeden feinen Zug, den ich zur Beschreibung jener Gestalt sagte,
  100. Ghasel 308: O du, dessen Gesicht wie das Paradies und dessen Rubin die Quelle Salsabil ist,
  101. Ghasel 311: Ich bin verliebt in das Gesicht eines schönen, eben erblühten Jünglings,
  102. Ghasel 314: Gestern Nacht raubte mich die Mattigkeit deines Auges dahin,
  103. Ghasel 315: Abgesehen davon, dass mir Glaube und Wissen aus der Hand glitten,
  104. Ghasel 316: Gib deine Locke nicht dem Wind preis, sonst gibst du mich dem Wind preis;
  105. Ghasel 317: Ich sage es offen und bin froh über das, was ich sage:
  106. Ghasel 321: Bin ich auch alt, müden Herzens und kraftlos geworden,
  107. Ghasel 325: Wenn mir der Staub von der Fußsohle meiner Geliebten in die Hand kommt,
  108. Ghasel 327: Ich habe einen Bund mit dem Geliebten: Solange Leben in meinem Leib ist,
  109. Ghasel 330: Du bist wie der Morgen, und ich bin die Kerze der Einsamkeit in der Frühe;
  110. Ghasel 332: Triff mein Herz nicht mit dem Pfeil deines Blicks,
  111. Ghasel 336: Wo ist die frohe Kunde von der Vereinigung mit dir, damit ich mich vom Leben selbst erhebe?
  112. Ghasel 338: Ich bin ein Liebhaber des schönen Gesichts und des herzbetörenden Haars;
  113. Ghasel 344: Ein Leben lang gehe ich im Suchen jeden Tag einen Schritt;
  114. Ghasel 345: Ohne dich, o wandelnde Zypresse, was soll ich mit Rose und Rosengarten?
  115. Ghasel 347: O Abgott, was soll ich gegen den Kummer der Liebe zu dir ersinnen?
  116. Ghasel 349: Gestern Nacht sagte ich: «Ich schlage mir die Leidenschaft für sein Gesicht aus dem Kopf.»
  117. Ghasel 353: Ich gebe die Liebe zu Schöner und Becher nicht auf;
  118. Ghasel 354: Mit schwarzen Wimpern hast du tausend Breschen in meinen Glauben geschlagen;
  119. Ghasel 356: Wenn es in meiner Macht steht, mit dem Herzensfreund zu sitzen,
  120. Ghasel 358: Für den Kummer der Zeit, dessen Ufer ich nicht sehe,
  121. Ghasel 359: Glücklich der Tag, an dem ich diese verfallene Raststätte verlasse,
  122. Ghasel 363: Mein Schmerz kommt vom Freund, und mein Heilmittel auch;
  123. Ghasel 364: Wir sorglosen Trunkenen, die das Herz verloren haben,
  124. Ghasel 368: Steh auf, damit wir an der Tür der Schenke um Öffnung bitten,
  125. Ghasel 370: Welche Tugend suchst du bei uns? Wir haben die Trunkenen zum Mahl gerufen;
  126. Ghasel 371: Wir haben die Lektion der Frühe auf den Weg zur Schenke gelegt;
  127. Ghasel 382: Wenn du kommst, sprich über einem Kranken und Erschöpften eine Fatiha;
  128. Ghasel 387: Der König derer mit dem Buchsbaumwuchs, der Herrscher der Süßmündigen,
  129. Ghasel 389: Wie die Rose zerreiße ich jeden Augenblick bei deinem Duft
  130. Ghasel 393: Ich bin es, der in der Stadt dafür berühmt ist, die Liebe zu pflegen;
  131. Ghasel 394: O du, dessen mondgleiches Gesicht der junge Frühling der Schönheit ist,
  132. Ghasel 397: Tritt zur Tür herein und erleuchte unser Nachtgemach;
  133. Ghasel 402: Ich sage dir etwas Reizendes: Sieh das Mal jenes Mondgesichts;
  134. Ghasel 404: Wirf auf die Reihe der Rends einen besseren Blick als diesen;
  135. Ghasel 411: Deine moschusverströmende Stirnlocke lässt das Veilchen sich winden;
  136. Ghasel 412: Ich habe ein Auge, das Blut vergießt wegen jener mit der Bogenbraue;
  137. Ghasel 413: Der Flaum auf der Wange des Freundes, der den Mond verfinstert,
  138. Ghasel 416: Willkommen der ambraduftende Hauch, der ersehnte Wohlgeruch,
  139. Ghasel 420: Plötzlich hast du den Schleier abgeworfen: Was soll das heißen?
  140. Ghasel 424: Trenn dich nicht von mir, denn du bist das Licht meiner Augen,
  141. Ghasel 425: Er ging, den Saum nachziehend, in goldbesticktem feinem Leinen vorüber;
  142. Ghasel 426: Mit Herzblut schrieb ich dem Freund einen Brief:
  143. Ghasel 427: Die Kerze wurde zum Falter an der Lampe deines Gesichts;
  144. Ghasel 435: Sagt dem Anmaßenden die Geheimnisse von Liebe und Rausch nicht,
  145. Ghasel 441: Wie wäre es, wenn das Herz jenes Mondes gütig wäre?
  146. Ghasel 442: Bei seinem Leben: Hätte ich mein eigenes Leben in Reichweite,
  147. Ghasel 443: Wenn du wie die Zypresse einen Augenblick im Rosengarten wandelst,
  148. Ghasel 446: Ostwind, du trägst den Hauch jener moschusduftenden Locke;
  149. Ghasel 448: O du, der du in der Gasse der Schenke einen Platz hast,
  150. Ghasel 452: Mensch und Fee leben nur von der Gnade des Daseins der Liebe;
  151. Ghasel 458: O Herz, in dem Augenblick, da du vom rosenfarbenen Wein zugrunde gerichtet bist,
  152. Ghasel 459: Mit diesem schönen Schriftzug, den du auf die Rose deiner Wange ziehst,
  153. Ghasel 464: Die Sache deiner Schönheit hat wie meine Liebe die Vollendung erreicht;
  154. Ghasel 470: Meine Brust ist randvoll mit Schmerz: Ach, eine Salbe!
  155. Ghasel 475: Die Leute sagten, du seist ein zweiter Joseph;
  156. Ghasel 476: Hauch des Morgens des Glücks, an dem Zeichen, das du kennst,
  157. Ghasel 480: O du, der du beim Töten von uns keine Schonung übst,
  158. Ghasel 487: O du Ahnungsloser, bemühe dich, ein Wissender zu werden;
  159. Ghasel 490: Im ganzen Kloster der Magier gibt es keinen so Verstörten wie mich:
  160. Ghasel 491: Ich habe die Braue eines Mondgesichtigen fest ins Auge gefasst;