Ghasel 489: O du, in dessen Gesicht die Lichter des Königtums sichtbar sind
ای در رخ تو پیدا انوار پادشاهی
در فکرت تو پنهان صد حکمت الهی
کلک تو بارک الله بر ملک و دین گشاده
صد چشمه آب حیوان از قطرهٔ سیاهی
بر اهرمن نتابد انوار اسم اعظم
ملک آن توست و خاتم فرمای هر چه خواهی
در حکمت سلیمان هر کس که شک نماید
بر عقل و دانش او خندند مرغ و ماهی
باز ار چه گاه گاهی بر سر نهد کلاهی
مرغان قاف دانند آیین پادشاهی
تیغی که آسمانش از فیض خود دهد آب
تنها جهان بگیرد بی منت سپاهی
کلک تو خوش نویسد در شأن یار و اغیار
تعویذ جانفزایی افسون عمرکاهی
ای عنصر تو مخلوق از کیمیای عزت
و ای دولت تو ایمن از وصمت تباهی
ساقی بیار آبی از چشمهٔ خرابات
تا خرقهها بشوییم از عجب خانقاهی
عمریست پادشاها کز می تهیست جامم
اینک ز بنده دعوی، وز محتسب گواهی
گر پرتوی ز تیغت، بر کان و معدن افتد
یاقوت سرخرو را بخشند رنگ کاهی
دانم دلت ببخشد بر عجز شبنشینان
گر حال بنده پرسی از باد صبحگاهی
جایی که برق عصیان بر آدم صفی زد
ما را چگونه زیبد دعوی بیگناهی؟
حافظ چو پادشاهت گهگاه میبرد نام
رنجش ز بخت منما بازآ به عذرخواهی
O du, in dessen Gesicht die Lichter des Königtums sichtbar sind
und in dessen Denken hundert göttliche Weisheiten verborgen liegen.
Deine Feder, Gott segne sie, hat über Reich und Glauben
hundert Quellen des Lebenswassers aus einem Tropfen Schwärze geöffnet.
Die Lichter des Größten Namens scheinen nicht auf Ahriman;
das Reich ist dein und das Siegel: Befiehl, was du willst.
Wer an der Weisheit Salomos zweifelt,
über dessen Verstand und Wissen lachen Vogel und Fisch.
Setzt sich der Falke auch ab und zu eine Haube auf den Kopf,
so kennen doch die Vögel des Berges Qaf den Brauch des Königtums.
Das Schwert, das der Himmel mit seiner eigenen Gnade härtet,
erobert die Welt allein, ohne einem Heer etwas zu schulden.
Deine Feder schreibt gut, wie es Freund und Fremdem gebührt:
ein lebenmehrendes Amulett, einen lebenverkürzenden Zauber.
O du, dessen Wesen aus dem Elixier der Ehre geschaffen ist
und dessen Glück vor dem Makel des Verderbens sicher ist.
Schenke, bring Wasser aus der Quelle der Schenke,
damit wir die Kutten vom Dünkel des Derwischklosters reinwaschen.
Ein Leben lang, o König, ist mein Becher leer von Wein;
hier ist die Klage des Dieners, und der Sittenwächter ist Zeuge.
Fiele ein Strahl deines Schwerts auf Mine und Bergwerk,
man gäbe dem rotgesichtigen Rubin die Farbe von Stroh.
Ich weiß, dein Herz erbarmt sich der Schwäche derer, die nachts wachen,
wenn du den Morgenwind nach dem Zustand deines Dieners fragst.
Wo der Blitz des Ungehorsams Adam, den Erwählten, traf,
wie stünde uns da der Anspruch auf Sündlosigkeit an?
Hafis, da der König bisweilen deinen Namen nennt,
zeig keinen Groll gegen das Geschick: Komm mit einer Entschuldigung zurück.
Deutung des Fals
Deine Sache liegt bei einem fähigen und weisen Menschen, der kann, was er will: Zweifle weder an seiner Macht noch an seinem Urteil. Seit einiger Zeit entbehrst du seine Gunst: Trag ihm deine Not demütig vor. Halte dich nicht für fehlerlos. Er hat dich nicht vergessen: Klage also nicht über dein Geschick und kehr mit einer Entschuldigung zu ihm zurück.